Fernreise, Kilimanjaro 5.895m und Mount Meru, 4.562m, Tansania, Afrika

Mittwoch, 01. September 2021 bis Donnerstag, 16. September 2021

11 Tage am Berg mit perfekter Akklimatisation.

Mount Meru, 4.562 m

Die perfekte Höhenanpassung für die weiteren Bergtage am Kilimanjaro. Der Aufstieg zum Nachbarberg des Kilimanjaro ist ein wahrer Naturgenuss. Der Aufstieg zur Miriakamba Hütte, 2.514m, in Abwechslung und Aussicht kaum zu überbieten. Durch Waldabschnitte über Wiesen mit ständigem Blick hinunter in die Savanne Akfrikas. Beim Aufstieg zur Saddle Hütte, 3.566m, nach einem üppigen Waldgürtel dann der Wechsel ins Buschland. Für die optimale Akklimatisation besteigen wir den Gipfel des kleinen Meru (3.800 m) und wenn alles passt den des großen Mount Meru (4.566 m). Der Blick hinunter auf die wilde Vulkanlandschaft und der prächtige Anblick des Kilimanjaro direkt gegenüber ist ein erlebter Traum.

Kilimanjaro, 5.995m, über die Lemosho Route

Es gibt viele schöne Aufstiegsrouten auf den Kilimanjaro. Bei dieser Reise gehen wir die Lemosho Route. Eine langjährige Kilimanjaro Erfahrung hat dies zum Ergebnis gebracht. Dies ist nicht nur der beste Aufstiegsweg für eine erfolgreiche Kilimanjaro Besteigung, sondern auch wohl die abwechslungs- und erlebnisreichste Route. Fünf leicht zu schaffende Tagesetappen führen in vielen Auf- und Abstiegen durch eine wunderbare Landschaft. Die beste Route für eine gründliche Höhenanpassung. Vom Barafu Camp, 4.600m, werden wir dann gut an die Höhe angepasst den Gipfel in Angriff nehmen. Auf der Lemosho Route ist die Gipfeletappe deutlich leichter, kürzer und besser zu gehen als bei allen anderen Routen.

Auf unserer Tour werden Teile der Lemosho Route, Machame Route und der Mweka Route zu einer Route kombiniert.

Vorgesehener Programmablauf:

Tag 1 | Start der Flugreise
Abendflug Frankfurt (FRA) – Kilimanjaro Airport (JRO). Abweichender Startflughafen aus D | A | CH möglich

Tag 2 | Ankunft in Tansania
Gegen Mittag Ankunft am Kilimanjaro Airport und Transfer zum Hotel/Lodge am Arusha Nationalpark. Wir sortieren unser Gepäck. Alles, was auf Bergtour nicht nötig ist, lassen wir im Koffer, der im Hoteldepot verwart wird.

MOUNT MERU, 4.566 M | AKKLIMATISIERUNG

Tag 3 | Momella Gate, 1.580 m – Miriakamba Hütte, 2.514 m
Aufbruch nach dem Frühstück – mit dem Jeep durch den Arusha Nationalpark hinauf zum Momella Gate. Die Crew aus Trägern, Waitern, Köchen, Park Ranger und einheimischen Bergführern wartet schon am Gate. Das gesamte Gepäck einschließlich Lebensmitteln wird gewogen und auf die Träger verteilt. Endlich geht es los! Langsam und stetig steigend führt der Weg durch grüne Landschaft mit Fernblick zum Kilimanjaro und den Momella Seen. Mit etwas Glück sehen wir Girafen, Buschböckchen, Guereza Afen und wilde Kafernbüfeln. Die Miriakamba Hut, eine schöne und komfortable Berghütte ist unsere erste Übernachtungsstation mit tollem Ausblick auf den Kilimanjaro.
▲ 950 m | 6 km | ca. 4-5 Std.

Tag 4 | Saddle Hut 3.566 m und kleiner Mt. Meru 3.810 m
Die ersten Stunden steigen wir im dichten, märchenhaften Bergregenwald auf. Hier heißt die Devise: „Pole Pole“ (=langsam langsam). Später lichtet sich der Wald und wir wandern durch subalpines Buschland hinauf bis zur Saddle Hut auf 3.566 m Höhe. Die Hütte liegt in der Baumheidezone auf einem Sattel zwischen dem Rhino Point (3.800 m) und dem Little Meru (3.810 m).
▲ 1.050 m | 6,5 km | ca. 3-4 Std.

Nach ausgiebiger Rast steigen wir zum Gipfel des kleinen Mount Meru – ein toller Aussichtspunkt! Gleichzeitig bietet uns der „Little Meru“ eine willkommene Übersteigung der Schlafhöhe, perfekt für unsere Höhenanpassung. So können wir in der kommenden Nacht auf der über 3.500 Meter hoch gelegenen Saddle Hut sehr gut schlafen. Vom Gipfel blicken wir hinab in die riesigen Weiten der ostafrikanische Ebene. Wir haben bei entsprechendem Wetter einen guten Blick auf die Aufstiegsroute am Großen Mt. Meru. Auf der gegenüberliegenden Seite genießen wir schon mit einiger Vorfreude den Ausblick auf unser großes Ziel, den Kilimanjaro!
▲ 250 m | 2 km | ca. 1,5 Std.

Tag 5 | Gipfel Mt. Meru, 4.566 m
Frühmorgens starten wir im Schein der Stirnlampen.Über gewundene Pfade erreichen wir nach etwa 1,5 Std. den Rhino Point am Kraterrand auf 3.800 m Höhe. Über Geröll, loses Gestein und Steinplatten führt uns ein Pfad in Richtung Gipfel. Der Weg verläuft über den Kraterrand und zieht sich ordentlich – so mancher Schweißtropfen wird jetzt vergossen!
Zur Belohnung grüßt uns kurz vor Erreichen des Gipfels der Blick auf den Kilimanjaro im Sonnenaufgang. Eine leichte Kraxelpassage bildet den krönenden Abschluss – wir haben den Gipfel des „Socialist Peak“ (4.566 m) erreicht!
Wir können weit in den grandiosen Krater sehen und herrliche Fernblicke genießen. Nach kurzer Rast geht es in den Abstieg. Am frühen Nachmittag erreichen wir müde, aber hochzufrieden die Hütte. Im Hinblick auf die Höhenanpassung für die Kilimanjaro Besteigung sind Little Mt. Meru oder Rhino Point ausreichend. Die Gipfelbesteigung des großen Mount Meru ist eine lohnende Unternehmung für alle, die darüber hinaus noch genügend Kraftreserven haben. Übernachtung wie im Aufstieg auf der Saddle Hut.
▲▼ 1.000 m | 2×6 km | ca. 10-12 Std.

Tag 6 | Abstieg und Rückfahrt
Der Abstieg zum Momella Gate ist einfach zu gehen und ziemlich lang. Wir genießen die verwunschenen mit Flechten bewachsenen Bäume des Bergregenwaldes bis wir den Tululusia-Wasserfall erreichen. Eine erfrischende Dusche gewünscht? In einer kleinen Schlucht schießt er eine Felswand hinunter. Wir genießen die frische, kühle Gischt auf der Haut. Am Gate verabschieden wir uns von unsere lokalen Helfern und bedanken uns herzlich mit der Übergabe
der Trinkgelder. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir das nahegelegene Hotel bzw. unsere Lodge am Arusha Nationalpark.
▼ 2.000 m | 12,5 km | ca. 4 Std.

Tag 7 | Ruhetag
Wir nutzen den Tag zur Entspannung oder unternehmen einen kleinen Ausflug in die schöne Umgebung.

Kilimanjaro 5.895 M | AUFSTIEG ZUM UHURU PEAK

Tag 8 | Zum Shira I Camp, 3.500 m
Nach 2 Std. Fahrt erreichen wir das Londorossi Gate auf 2.500 m. Hier werden alle Formalitäten erledigt, Equipment, Proviant und Teilnehmer Gepäck gewogen und gleichmäßig auf die Träger verteilt. Danach fahren wir bis zum Moram Hügel, 3.395 m, dem Start unseres Treks. Über das Shira Plateau wandern wir gemütlich im leichten Auf und Ab zum Shira I Camp. Von hier aus haben wir einen tollen Blick auf die nordwestlichen Gletscher des Kilimanjaro.
▲ 150 m | 4 km | 1,5 Std.

Tag 9 | Zum Shira II Camp, 3.850 m
Wir wandern weiter durch karge Lavalandschaft hinüber zum Kraterrand des Shira Vulkans. Über schmale Pfade ersteigen wir den Kraterrand zum höchsten Punkt, 3.900 m – genannt „The Cathedral“. Spektakuläre Aussicht hinauf zum Kilimanjaro und hinab in eine wilde, surreal wirkende Gebirgslandschaft. Über einen Bergrücken und vorbei an ersten Senecien, wandern wir anschließend weiter hinauf nach Shira II.
▲ 400 m | 11 km | ca. 4 Std.

Tag 10 | Barranco Camp, 3.960 m
Oft sind die Zelte morgens schon mit einer dünnen Eisschicht überzogen, ein Zeichen für die große Höhe! Nach einem warmen Tee oder Kafee steigen wir auf zum Lava Tower, einem markanten Felsturm auf 4.640 Metern. Die steile Westflanke des Kilimanjaro scheint uns zum Greifen nah. Nach einer ausgedehnten Mittagspause steigen wir durch ein grünes Tal mit Wäldern aus baumhohen Riesen Senecien und Lobelien hinab zum Barranco Camp. Der sogenannte Breakfast Wall erscheint in unserem Blickfeld. In dieser Wand sollen wir morgen aufsteigen?
▲ 700m ▼ 600 m | 10 km | ca. 4 Std.

Tag 11 | Karanga Camp, 4.000 m
Nach der Nachtruhe und einem guten Frühstück sieht der Breakfast Wall schon nicht mehr so beeindruckend aus. Einer langen Perlenkette gleich, windet sich eine Schlange aus Wanderern durch die Wand. Die meisten Träger laufen mit Flip Flops an den Füßen über die Bergpfade nach oben und balancieren dabei noch riesige Gepäcksäcke auf dem Kopf, beeindruckend! Wir frühstücken erst einmal in Ruhe und lassen das Gros der Wanderer vorauslaufen. Dann gehen wir los. Der Weg führt über breite Felsbänder und kleine Stufen, nur gelegentlich müssen wir die Hände für unser Gleichgewicht zu Hilfe nehmen. Der Aufstieg ist so überhaupt kein Problem! Oben angekommen (4.250 m) genießen wir das faszi niernde Panorama, bevor es weiter geht. Im steten Auf und Ab wandern wir hinüber zum Karanga-Tal, wo wir das gleichnamige Camp erreichen.
▲ 250 m ▼ 250 m | 5 km | 3 – 4 Std.

Tag 12 | Barafu Camp, 4.600 m
Zum Höhepunkt unserer Reise ist es nicht mehr weit. Die Vegetation wird immer karger, übrig bleibt eine Steinwüste, die uns bis hinauf zu unserem höchsten Lager begleitet, dem Barafu Camp auf 4.600 m. Wir sind über den Wolken – der Gipfel scheint zum Greifen nah! Früh legen wir uns schlafen – heute Nacht wollen wir den Aufstieg zum Gipfel des höchsten Bergs Afrikas starten. Mancher fragt sich: „Schaffe ich das morgen?“
▲ 650 m | 4 km | ca. 3 Std.

Tag 13 | Gipfeltag, Uhuru Peak 5.895
Mitternacht = Frühstückszeit? Nicht jeder hat heute Nacht schlafen können – alle freuen sich, dass es jetzt endlich losgeht. Es ist richtig kalt, bei Wind können uns gefühlte – 15 C° erwarten. Jetzt sind wir froh, dass wir eine Daunenjacke, warme Handschuhe, Wintermütze und Überhose mitgenommen haben. Im Schein Ihrer Stirnlampen winden sich Gruppen von Besteigern über den Weg zwischen Felsbrocken, kleinen Felstürmen und Geröllfeldern nach oben. „Pole pole!“ Das langsame und gleichmäßige Tempo haben wir inzwischen verinnerlicht. In der großen Höhe gehen wir noch etwas langsamer als in den Tagen vorher. Langsam wird es heller – die Sonne geht auf. Wir haben den Stella Point erreicht, den Kraterrand auf 5.745 m.  Aber uns hält jetzt nichts davon ab, noch bis zum Uhuru Peak weiterzugehen, dem höchsten Punkt auf 5.895 m. Nach weiteren anstrengenden 45 Minuten stehen wir auf der höchsten Spitze Afrikas! Ein unbeschreibliches Gefühl! Was für eine Aussicht über die riesigen Weiten Afrikas und die gewaltigen Gletscherwände vor uns! Das Gefühl auf dem Gipfel ist auch ein Gipfel der Gefühle. Unsere Glückhormone sind ein gesundes Dopingmittel für den langen Abstieg. Nach einer kurzen Rast im Barafu Camp steigen wir hinunter bis ins Milenium Camp. Am Abend feiern wir unsere erfolgreiche Bergbesteigung und bedanken uns bei unseren tansanischen Begleitern, die uns zu Ehren das „Kilimanjaro Lied“ singen.
▲ 1.295hm ▼ 2.105 hm | 16 km | 10-12 Std.

Tag 14 | Abstieg und Fahrt ins Hotel 1.780 m
Der letzte Wegabschnitt am Berg führt uns durch grünen Regenwald mit abwechslungsreicher Vegetation bis hinab zum Mweka Gate. Ohne Eile kosten wir die letzten Meter in dieser herrlichen Umgebung aus, bewundern schöne Blüten sowie riesige Farngewächse. Am Gate wartet unser Bus, der uns in unser Hotel in Moshi bringt. Jetzt ist Zeit für die heißersehnte Dusche und zum Ausruhen. Später lassen wir in geselliger Runde unsere Eindrücke Revue passieren.
▼ 2.010 hm | 12 km | ca. 4 Std.

Tag 15 | Start der Rückreise oder des Anschlussprogramms
Vormittag zur freien Verfügung, nachmittags Transfer zum Kilimanjaro Airport und Start des Rückfluges. Wer im Anschluss auf Safari geht, fährt im Kleinbus oder Jeep in Richtung Nationalparks.

Tag 16 | Ankunft in Frankfurt
bzw. einem anderem europäischen Flughafen.

Voraussetzungen:

  • Kondition für Tagesetappen bis zu 6 Stunden Gehzeit.
  • Kondition für Gipfeletappen bis zu 12 Stunden Gehzeit.
  • Inklusive Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
  • Besondere bergsteigerische Kenntnisse sind nicht notwendig.

Leistungen:

  • Führung durch DAV Tourenleiter
  • Ausarbeitung und Organisation des Programmes durch den DAV Tourenleiter

Teilnahmegebühr:

  • Mitglieder: 3.990,00 € diese Kalkulation ist noch in der finalen Prüfung / Anzahlung 500,- € wird nach dem Informationsabend am 30. September 2020 abgebucht
  • Nichtmitglieder: keine Teilnahme möglich

Leistungen:

Flüge / Transfers

  • Frankfurt – Kilimanjaro Airport (weitere Flughäfen auf Anfrage)
  • Alle Transfers vor Ort

Führung & Service

  • Führung durch Joachim Wechner
  • Plus einheimische Guides
  • Trekking-Crew
  • 15 kg Gepäcktransport durch Träger

Unterkunft / Verpflegung

  • Hotel/Lodge: DZ/HP, Berghütte/Zelt: VP

Komfort PLUS

  • Einzelzelte / Deluxe Verpflegung /
  • Panorama-Essenszelt / Getränke unbegrenzt

Gesundheit PLUS

  • Trinkwasseraufbereitung mit Katadyn-Keramik-Filter
  • Eigenes sauberes Toilettenzelt
  • Höhenmedizinische Kontrolle / Apotheke

Sonstiges

  • Nationalpark & Eintrittsgebühren
  • Auslandskrankenversicherung AKV (für TN aus D)

Zusatzkosten:

  • Persönliche Ausgaben
  • Trinkgelder

Teilnehmeranzahl:

  • Mindestteilnehmerzahl: 10 Teilnehmer pro Tourenleiter (Kalkulationsbasis)
  • Maximale Teilnehmerzahl: 15 Teilnehmer pro Tourenleiter

Ausgangsort:

Memmingen

Treffpunkt und Zeit der Abfahrt:

Mittwoch, 01. September 2021 um 13:00 Uhr, Bahnhof Memmingen

Leitung:

Joachim Wechner

Ausrüstung:

  •  Wanderausrüstung, spezielle Ausrüstung für die Trekkingtage und Zeltnächte
  •  Ausrüstung für die Gipfelbesteigungen
  •  Wird bei diversen Vorbesprechungen und beim Infoabend detailliert besprochen

Anmeldung:

Die Anmeldung erfolgt online über die Anmeldung hier im Tourenportal. Die Teilnahmegebühr wird nach Eingang der Anmeldung per Lastschrift eingezogen. Bei Abmeldungen/Stornierungen gelten die Stornobedingungen der Teilnahmebedingungen der DAV Sektion Memmingen. Die Fernreise kann nur pauschal wie hier ausgeschrieben gebucht werden.

Anmeldeschluss:

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Informationsabend:

Mittwoch, 30. September 2020, um 19:00 Uhr, DAV Geschäftsstelle, 87700 Memmingen

Nr.

2021-F000-T

Kategorie

  • Fernreise
  • Höhenbergsteigen

Datum

01.–16.09.2021

Leitung

Joachim Wechner, staatl. gepr. Berg- und Skiführer

sonstige Funktion: Geschäftsführer der Sektion Memmingen

Gebühr

€ 3.990,00

Plätze

11

Anmeldeschluss

31.12.2020

Anmeldung

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